Fragen und Antworten

Wie wird man Buddhist?

Buddhist zu sein, ist vor allem eine Frage der persönlichen Lebensanschauung. Jeder entscheidet selbst, ob und in welchem Umfang er Buddhas Lehre in sein Leben bringen möchte. Möglich ist dies auf drei Ebenen:

  1. Auf theoretischer Ebene kann man die buddhistischen Erklärungen in Vorträgen, Seminaren und durch Bücher kennenlernen.
  2. Auf praktischer Ebene kann man in einem buddhistischen Zentrum Meditationen erlernen und anschließend dort und zuhause praktizieren.
  3. Auf der Ebene des täglichen Verhaltens kann man sich entscheiden, Buddhas Ratschlägen zu folgen. Hierbei geht es vor allem darum, andere Menschen gut zu behandeln und auch im Alltag möglichst bewusst an der eigenen geistigen Entwicklung zu arbeiten.


Wer formell Buddhist werden möchte, beschließt in einer kurzen Zeremonie sich der Natur des eigenen Geistes zu öffnen, die unzerstörbar und zeitlos ist und ein unbegrenztes Potenzial positiver Qualitäten beinhaltet. Dabei nimmt man Zuflucht zu den "Drei Juwelen":

  • Zu Buddha - der vollkommen entfalteten Natur des Geistes
  • zum Dharma - Buddhas Lehre, die den Weg zu diesem Ziel zeigt
  • zur Sangha - den Buddhisten, die schon vor einem selbst den Weg zu Befreiung und Erleuchtung gegangen sind.

Zuflucht nimmt man bei einem Lehrer einer buddhistischen Schule, von denen es in Deutschland mittlerweile mehrere Hundert gibt. Bei der Auswahl sollte man offen, aber kritisch sein und sich ein Urteil bilden, indem man Kontakt zu verschiedenen Gruppen aufnimmt. Auch innerhalb einer buddhistischen Richtung betonen die Schulen verschiedene Gesichtspunkte von Buddhas Lehre und ziehen dadurch Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten an. Insbesondere im Vajrayana/Diamantweg und im Zen sollte man den Lehrer sorgfältig prüfen, damit sich ein vertrauensvolles Verhältnis auf solider Basis entwickeln kann.

Was kostet mich das?

Der Zugang zu Buddhas Lehre ist in den meisten buddhistischen Schulen kostenlos. In den Karma-Kagyü-Zentren des BDD e.V. werden grundsätzlich alle Meditationen und Einführungsvorträge kostenlos angeboten. Vorträge und Seminare von Lehrern aus anderen Städten kosten zwischen 5 und 10 Euro, um die Ausgaben finanzieren zu können. Grundsätzlich erwirtschaften die Zentren die Kosten für Mieten, Betrieb und Infomaterial über Spenden und Vereinsbeiträge. Der Mitgliedsbeitrag in unserem gemeinnützigen Verein liegt zwischen 7,50 und 15 € im Monat.

Es ist nicht erforderlich Vereinsmitglied zu sein, um die Veranstaltungen zu besuchen. Die niedrigen Preise sind möglich, weil alle Aktivitäten in den Zentren ehrenamtlich erbracht werden.

Das aktuelle Programmheft der buddhistischen Zentren Berlin und Ostdeutschlands als PDF zum Download