Einführung in den Buddhismus

Wer ist Buddha?

Buddha Shakyamuni wurde vor 2500 Jahren in Nordindien als Sohn eines Königs geboren. Nachdem er Alter, Krankheit, Tod und die Vergänglichkeit aller Dinge kennengelernt hatte, machte er sich auf die Suche nach einem nicht vergänglichen Glück.

Nach vielen Jahren der Meditation erkannte er, dass die Natur des Geistes unzerstörbar, freudvoll und voller Mitgefühl ist. Danach lehrte er 45 Jahre lang wie die Dinge sind.

Buddha ist kein Gott. Der Unterschied zwischen ihm und uns ist, dass er die Natur des Geistes erkannt hat, die uns allen innewohnt. Durch Meditation und Wissen kann jeder dieses Ziel erreichen.

Bei seinem Tod sagte Buddha, dass man nichts von seinen Ratschlägen blind glauben, sondern es mit den eigenen Erfahrungen überprüfen solle.

Was bedeuten "Befreiung und Erleuchtung" ?

Bei der Befreiung erkennt man, dass Körper, Gedanken und Gefühle in ständiger Veränderung sind und deswegen kein wirkliches "Ich" bilden können. Diese Erkenntnis beendet das eigene Leiden. Man erlebt einen Zustand von Freude und Freiheit.

Erleuchtung ist der letztendliche Schritt. Hier strahlt das klare Licht des Geistes durch jede Erfahrung. Es besteht keine Trennung mehr zwischen Erleber, Erlebtem und Erlebnis. Der Geist entfaltet seine Fähigkeiten. Man ist in jedem Augenblick furchtlos, freudvoll und tatkräftig mitfühlend. Alles ist spontan und mühelos.

Was ist Karma?

Karma bedeutet "Ursache und Wirkung", nicht Schicksal. Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich. Mit diesem Verständnis kann man bewusst Eindrücke aufbauen, die zu Glück führen und künftiges Leid vermeiden.

Was ist die Karma-Kagyü-Linie?

Die Karma Kagyü Linie ist eine der vier großen buddhistischen Schulen Tibets und hat ihren Ursprung bei Buddha Shakyamuni.
Seitdem ist die Linie durch mündliche Übertragung von Lehrer zu Schüler gehalten worden, wie z.B. durch die indischen Mahasiddhas Naropa und Maitripa und die tibetischen Yogis Marpa und Milarepa.
Das heutige Oberhaupt der Linie ist Karmapa Thaye Dorje, die 17. Inkarnation des Karmapas. Der 1. Karmapa hat im 11. Jahrhundert die Übertragung von Gampopa erhalten. Seit dieser Zeit hält er als bewußt wiedergeborener Lama die Karma Kaygü Linie.
Als Linie der direkten mündlichen Überlieferung wird besonderen Wert auf Meditation als Mittel auf dem Weg zur Erleuchtung gelegt.
Der in der Karma Kagyü Linie gelehrte Diamantweg-Buddhismus arbeitet mit der Sichtweise, dass wir alle Buddhas sind, es nur noch nicht erkannt haben. Der Lehrer ist dabei ein Spiegel für den Schüler. Er verkörpert die erleuchteten Eigenschaften der Natur des Geistes, die uns allen innewohnen.
Lesen Sie mehr über die Lehrer der Karma Kagyü Linie

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